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Dienstag, 26. Februar 2008

Übermorgen

Die Tatsache, dass heute Dienstag ist macht deutlich - der Donnerstag steht in einigen Stunden vor der Tür und ich werde ihn hereinlassen. Am Donnerstag ist hier Schluss und ich verlasse China. Ab durch die Mitte sozusagen. Was passiert dann also mit dem Blog? Nichts? Etwas über Senftenberg? Die verantwortlichen Gremien sind etwas übernächtigt und werden demnächst zu diesem Thema tagen.
Bis dahin erstmal einen herzlichen Dank an alle LeserInnen - Ich weiß wer ihr seid! Ich weiß wo ihr wohnt!P.S.: Noch ein paar populäre Schlagworte für google: Bier, Beer, Yanjing Beer, Olympic Games 2008, Beijing, Peking, Sponsor, Lastkraftwagen und Achsbruch.

Sonntag, 24. Februar 2008

Knirsch

Nach ein paar Tagen ohne Aktualisierung nun das: Nur ein paar Worte, ich habe so wenig Zeit, aber Bilder gibt's trotzdem. Gestern im Beihei Park und Jingshan Park gewesen. Sehr schön, aber die Tempel und Parks sind schon alle nicht ganz unähnlich. Rot angestrichene Spitzdachhütten ...
Danach habe ich im fmusic Laden zugeschlagen. Wenn ich nochmal dahin gehe wird mein Gepäck zu schwer. Ich brauche unbedingt eine Waage damit ich nicht nur eine vage Vorstellung vom Gewicht meiner Tasche habe und man mich dann am Flughafenschalter behumst.

Vorgestern: Arme Tierchen gegessen. Sieht interessanter aus, als es ist. Es knirscht und hat nicht viel Geschmack.
Zum Schluss noch zwei Bilder aus dem Beihei Park. Der Park ist sehr berühmt :-). Der Jingshan Park ist relativ klein und eher was für die Beijinger. Auch dieser Park ist echt berühmt :-). Es wird hier aber eher Karten gespielt, gesungen und gesportet - der Eintritt ist auch sehr günstig. Gerade mal zwei Yuan. Vor zwei Monaten war übrigens Weihnachten und von dem Berg aus sieht man den e-Tower und auch den CCTV Tower. Und ich scheue mich nicht zu sagen: Dies sind zwei der berühmtesten Hochhäuser in Beijing. Schönen Tag!

Donnerstag, 21. Februar 2008

Überschrift

Heute ist der letzte Tag an dem hier legal herumgeballert werden kann, denn die zwei Wochen Frühlingsfest enden in diesem Jahr heute am 21. Februar. In noch einer Woche endet hier noch was ganz anderes... In diesem Sinne heute nur diese kurze Nachricht und ein Video, dass mit nichts hier etwas zu tun hat...

Dienstag, 19. Februar 2008

Weg (voll gemauert)

Mein Arbeitsweg ist unglaublich interessant, deshalb thematisiere ich den jetzt. Den roten kürzeren Weg gehe ich fast jeden Morgen. Die große Querstraße ist der 3. Ring, diese Durchquere ich mittels der Unterführung, ich hatte die hier im letzten Jahr schonmal kurz abgebildet. Danach laufe ich eine kleine Straße und durch zwei Firmengelände hindurch zu der kleinen Straße, auf der das Büro ist. Die Firmengelände sind daran Schuld, dass ich am Abend den grünen längeren Weg nehme, da dann die Tore verrammelt sind. Der große blaue Punkt ist der chinesische JKL (Jingkelong) Supermarkt, der blaue ist ein kleiner Laden und das grüne ist die Post.
Warum laufe ich am Abend so komisch hin und her und nicht direkt an den Häusern vorbei? Geht nicht, alles vollgemauert - wird irgendwo ein neues Haus gebaut - das erste was steht ist die Mauer ringsherum und die Baracke für die Bauarbeiter. Die große Straße die so quer nach recht oben durchs Bild geht ist der Airport Expressway... Gute Nacht.

Sonntag, 17. Februar 2008

Laufen zu Tempel

Heute habe ich mir noch einmal die volle Ladung Beijing gegönnt und bin direkt von meinem Bett zum Himmelstempel durch die Stadt gelaufen. Zu Fuß. Alles. Den ganzen Tag. Das heißt in Entfernung ausgedrückt einmal quer durch die Stadt vom nordöstlichen 3. Ring zum südlichen 2. Ring.
Auf dem Weg ist klar geworden: Beijing ist sehr groß und China ist immer noch im Halbschlaf. Überall lagen heute Leute rum und haben ein Nickerchen gemacht: Auf dem Fahrrad, auf Wiesen, Reissäcken und Bänken. Die Sonne war warm und alle hatten sicherlich eine feine revitalisierende Zeit. Die andere Variante ist, dass China seine Leute fertig macht. Kann ich mir aber nicht vorstellen.
Auf dem Weg sind mir dann sogar tibetische (oder tibetanische?) Mönche entgegen gekommen. Rote Kleidung und ein rotes Ampelmännchen. Ein sehr gutes Bild.

Den Himmelstempel habe ich dann gegen 15 Uhr erreicht und viele Chinesen gehen da so am Wochenende hin um Karten zu spielen, zu singen oder wie ich einfach nur ein bisschen herumzulaufen. Es gibt viele Nadelbäume, aber wenn im Frühjahr die Laubbäume auch noch Blätter bekommen ist es sicher noch schöner, da im Gegensatz zu anderen Anlagen, der Tiantan Park wirklich aussieht wie ein Park. Mittendrin ist dann der Tempel, wo um eine ertragreiche Ernte gebeten wird, verschiedene Runde Bauten... sehr schön.
Zurück bin ich auch wieder gelaufen, es ist dann langsam dunkel geworden, Bilder habe ich auch da gemacht, aber die passen hier jetzt nicht mehr hin... Schade! Total Schade! Das sind noch ganz Klasse Aufnahmen! Als Entschädigung noch ein ganz, ganz großes:

Samstag, 16. Februar 2008

Von Enten, Waagen und Rückkopplungen

Am Vormittag war 798 ansehen angesagt und mit einer warmen Sojamilch im Magen entdecke ich im 4. Geschoss eine Waage Made in Germany, Marke: Rapido, Radebeul 1 - Klasse. Das Ganze hier neigt sich ja bedeutsam dem Ende entgegen, in etwa so wie ein Geiger, wenn er geigt.

Aber mal davon abgesehen ging es als Nächstes weiter in die Innenstadt mit Bus und U-Bahn, etwas wirr, aber machbar. Der Platz des himmlischen Friedens und die ganzen Häuser ringsherum darunter auch die neue Oper waren das Ziel. Zu sehen gab es aber auch frische Pekingenten und einen ramponierten Holzturm. Wer bei dem Anblick keinen Hunger bekommt ist entweder Vegetarier oder noch viel zu verweichlicht, denn bei Null Grad ist es dort wohl sauberer als in einem jahrzehntelang zugeeuften Kühlschrank und man sieht was man bekommt. WYSIWYG! Zu Fuß durch ein paar Hutongs ist eine der besten Sachen, die man in Beijing machen kann, das ist noch das Meiste echt. Im Gegensatz zum Rest von Beijing, das 798 mal ausgenommen ist es dort auch immer ruhig und leise. Zum Schluss noch ein kleiner Abstecher auf die Wangfujing, die von Olympiawerbung nur so gesäumt ist, wie von riesigen Malls.

Am Abend war ich dann noch schnell ins D-22 und da habe ich eine fünfunvierzigminütige ziemlich ausgefranste Rückkopplung angeguckt. Gemacht hat das Lu Xin Pei, die da jemand hingestellt hat. Ihr Schaffen hat nebenbei noch bewirkt, dass es sogar noch etwas leerer wurde und sich die Hälfte der Zuschauer mit Fingern in Ohren bohrten. Aber wer den Krach in Beijings Straßen seit Jahren aushält müsste sich bei solchen Geräuschen doch erst richtig wohl fühlen? Wie gesehen wohl doch nicht.
The Gar war die zweite Band und die hatten bereits mehrere Namen: Gadiao, Gaodiao, Gar, The2Gar, The Gar - also richtig ist wohl Gar. Wie auch immer, es war sehr schön und das wohl fast allerletzte Mal, dass ich mir sowas hier angesehen habe - vielleicht... vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall hat sich meine Meinung gefestigt, das Gar die momentan beste Beijinger Gruppe sind, vom Spektrum, Einzigartigkeit, Melodie und auch davon, wie die sich benehmen. Und ich habe sie Alle gesehen! Alle! Harharhar! Bei den Meisten habe ich den Eindruck, dass sie ein Lied haben und das dann 10 Mal spielen, das Lied ist zwar ganz okay, aber so richtig toll ist es nicht... oder sie klingen wie eine Kopie von - Ramones, Interpol, Sonic Youth und und und.
Zum Schluss heute noch ein obligatorisches Bild, dass bisher hier in den Blog seinen Weg noch nicht gefunden hat.

Donnerstag, 14. Februar 2008

Sohl-Bruch-Stelle

Ich wollte die Schuhe sowieso wegwerfen, jetzt wo die Sohle völlig kaputt ist, werde ich sie in hohem Bogen weghauen.

Wenn das nicht passiert wäre wüsste ich gar nicht richtig, was ich überhaupt schreiben sollte... Nach und nach fangen die Chinesen nun nach dem Frühlingsfest wieder an zu arbeiten und auch die Sprengung von Krachern nimmt ab. Die letzten Tage hatte das kein Ende gefunden.

Heute Mittag habe ich noch dieses Bild von zwei Köchen aufgenommen. Sie kommen direkt von unserer wilden Müllhalde, wo sie ihren Eimer entleert haben. Essen auf Rädern ist zwar etwas anderes, aber wenn der Eimer noch voll wäre... ich will wirklich wissen zu welchem Restaurant sie gehören, damit ich dort niemals hingehe. In dem Sinne: Guten Abend und Guten Appetit.

Montag, 11. Februar 2008

Kleinwagen

Die aufrüttelnden Kreativanfälle der chinesischen Automobilindustrie zeigen sich immer wieder in unsinnigen Wägelchen. Bereits im letzten Jahr (als die Bäume noch grün waren) habe ich Bilder von einem faszinierend innovativen Kleinwagen gemacht. Der heißt Clever und hat ein extrem smartes Konzept. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass sich so ein Auto mit nur 2 Sitzen auf dem europäischen Markt auch nur annähernd durchsetzen würde, das ist viel zu unpraktisch!

Außerdem will ich noch eine Zahl, nein einen Prozentsatz loswerden: 20% aller Autos in Beijing sind Taxen. So! Fertig!

Samstag, 9. Februar 2008

Kein Gold im Blue River

Bis auf die Sache mit dem neuen Jahr ist nicht viel passiert und außerdem wird über das mittlerweile angebrochene Jahr der Ratte schon überall ausführlichst berichtet. Die Chinesen haben momentan alle frei und der Großteil der Läden und Restaurants ist geschlossen - es ist absolut nichts los. Die Eingeborenen vertreiben sich die Zeit mit exzessivem Geknalle, das zwar kein Ende findet aber zum Anderen sehr diszipliniert statt findet. Niemand bewirft Menschen, Autos oder versucht irgendwem Briefkästen zu sprengen. Okay, niemand hat Briefkästen - Post wird irgendwie in die Tür geklemmt - aber hätten die Leute hier Briefkästen... dann würde denen auch nichts passieren. So ein friedliches Volk!
Zum Neujahr gibt es in Beijing einige größere Märkte auf denen der geneigte Chinese sich rosa Hasenohren, Plüschtiere, gegrillte Tintenfische, Suppe, Rasseln oder Telefonakkus kaufen kann oder im Pulk taktlos auf große Trommeln einschlägt.

Das sind momentan auch die einzigen Orte, an denen viele Leute sind, die großen Hauptstraßen sind nämlich gähnend leer und über 6 Spuren kann man ohne Probleme gehen. Auch an Veranstaltungen gibt es dieser Tage nichts, aber auch rein gar nichts. Das ändert sich glücklicherweise im Laufe der kommenden Tage. Was dann passiert? Mal sehen...

Mittwoch, 6. Februar 2008

Zschhh Kra Wumm (w-u-u-m-m-m)

Zunächst wieder ein paar Worte zum Wetter. Es ist sonnig und trocken, so wie schon die ganzen letzten Tage, mit -3 Grad aber doch kühl - frisch passt nicht.

Für meine Leser und Leserinnen biete ich auch heute erstmalig die tolle Möglichkeit an 3 Phrasen zum gelegentlichem Dreschen zu erlernen. Chun Jie Kuai Le (1,2,4,4) ist ein Glückwunsch zum chinesischen Neujahr. Eine lustige Begrüßung ist Chi Le Ma (1,x,x) und wird als lockere Frage nach bereits erfolgter Nahrungsaufnahme (Have you had your lunch yet?) übersetzt. Zu der momentan angebrachten Begrüßung Guo Nian Hao kann ich die Töne (vorher in den Klammern genannt) nicht angeben. Wenn's jemand weiß, werde ich es ergänzen. Das Neujahrsfest fällt bisher dadurch auf, dass an den Kreuzungen Stände aufgebaut sind, an denen alle möglichen Knallkörper verkauft werden und diese auch in unregelmäßigen Abständen von den Chinesen in die Luft gejagt werden.

Auch Last.fm ist immer wieder für einen Witz gut. "Jonathan Richman (* 15. Mai 1951 in Boston) ist ein US-amerikanischer Musiker. Er wurde in den 1970er Jahren als recht verschrobener Singer-Songwriter bekannt und gilt heute als Wegbereiter des Punk und auch des Anti-Folk."

Donnerstag, 31. Januar 2008

LaLaLa Bumm

Immer wieder - so etwa alle 4 Wochen fallen hier Häuser um. Es handelt sich dabei um die alten kleinen Steinhütten, auch Hutongs genannt. Es wird dabei so vorgegangen: Du, Du nicht. Du, Du, Du nicht, Du nicht. Dazwischen stößt dann Ziegelberg an Ziegelberg. Abtransportiert wird das von kleinen Fuhrunternehmen. Das sind dann manchmal bis zu fünf Pferdekutschen, die dann auch auf der größten Hauptstraße langtrappeln. Pferdewagen mit Pferden, die gnadenlos überladen werden. Kann man nix machen - das läuft so in der freien Wirtschaft. Der halbe durchlöcherte Fußball ist übrigens der Futternapf.

Aktuell steht demnächst das chinesische Neujahr an und ich versuche mir gerade den Glückwunsch dafür zu merken, den werde ich dann an jeder Stelle unterbringen und dann die Leute, die dann auf mich einreden wieder interessiert ansehen und dui, dui, dui sagen. (Ja, ja, ja.)

Alle Chinesen verfügen gewissermaßen über eine Einparkschwäche, besonders rückwärts geht es mitunter nur unter Anweisung einer ausgebildeten Schreikraft. Hört man diese Schreie aus der Ferne ohne den Einparkvorgang als solches wahrzunehmen, denkt man mitunter an etwas Anderes. Hier ein kleiner europäischer Film...

Mittwoch, 30. Januar 2008

Die Lunge ist frei!

Überall im Süden Chinas ist Schneechaos und tausende von Asiaten sind in Bussen festgefroren oder an Flughäfen auf Grundeis gegangen. In Beijing ist der Himmel klar und es ist nicht eine Schneeflocke in Sicht - die Milchpreise steigen weiter und meine Lieblingsäpfel sind unglaublich teuer. Vier Stück für umgerechnet 3 Euro 50 Cent. Nicht gut.
Ich erfrische mich ersatzweise an purer Zitrone und trinke Tee, als ob es kein Wasser gäbe. Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber.

Dienstag, 22. Januar 2008

Neuigkeiten

Zunächst mal zum Wetter. Es ist nicht nur kalt, es ist sehr sehr kalt. Tagsüber um Null und nachts -12 Grad. Dazu Mief und neuerdings auch immer wieder Schnee, der mittlerweile aber auch schon weg ist. Da er nicht geschmolzen ist, ist es nicht klar, wo der Schnee hin ist. Am vergangenen Wochenende spielten im D-22 Magyar Posse, eine finnische Filmmusik Gruppe. Klanglich erinnerten sie sehr an Ennio Morricone (Italien) und Rußland, insgesamt sehr unterhaltsam. Zuvor gab es zwei chinesische Gruppen, deren Namen: Chuan Xin Lian, IDH. Wie üblich konnte man ihre Schallplatte nicht kaufen. Von den Chinesen gab es keine und die Finnen hatten ihre nicht da. Ich habe eine von The K gekauft, sehr lustig... Am Folgetag waren wir, also meine WG-Insassen und ich in einem chinesischen Restaurant. Da gab es Hühnerfüße, jede Menge Dumplings und anderes ... sehr nahrhaft.
Ich habe übrigens eine neue Mitbewohnerin aus Maryland, USA. Ihre Stimme ist so angenehm wie eine leiernde Kreissäge und ihre Katze hat drei Beine (eins vorn, zwei hinten - Heckantrieb). Einen richtigen Namen hat das Tier auch (noch) nicht. Aber ich bin mir sicher, da wird sich bald etwas passendes finden. Beijing am Morgen. Blick aus meiner Veranda.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Wurbst

Neben den Tatsachen, dass ich den ganzen Tag arbeite, Ingwer mit heißem Wasser übergieße und am Ende noch durch Schnee stapfe gibt es folgendes. China hat offensichtlich Nachhilfe in Zensur nötig. Oder wie ist ist es möglich, dass solche unsinnigen Nachrichten, wie die von der Fernsehmoderatorin, welche bei der Aufzeichnung zur Sendung anlässlich der Umbenennung von CCTV5 (Sportsender) in Olympia Kanal ihren dicken Ehemann runterputzt, er hätte eine "ungebührliche Beziehung zu einer anderen Frau" unterhalten, gleich mehrfach bombardiert werde. Aber mal ernsthaft... in solchen Kreisen gehören Zweitfrauen hier zur Normalität.
Chinesen, die während der olympischen Spiele von außerhalb nach Peking kommen, müssen sich nicht nur um Eintrittskarten bemühen, nein sie müssen auch eine Registrierung vornehmen und ihre Parteizugehörigkeit angeben. Irgendwie auch relativ egal.
Sehr aufregend hingegen: krisselige Bilder von Wurzeln und Obst (Wurbst). In dem Zusammenhang möchte ich das aktuelle Album von Beirut "The Flying Club Cup" allen Musikfreunden ans Herz legen. Neebn der uanuglchblicen Tsatahce, dsas man saows lseen knan.

Montag, 14. Januar 2008

Skandal!

Heute Mittag gab's im nordkoreanischen kleinen Restaurant, oder eher Gaststätte Hund. Und zwar im Angesicht von Vegetariern. Das war unproblematisch, aber die Einfachheit der Einrichtung... da lag dann auch das Problem. Denn irgendwie denkt man ja doch, dass das dann irgendwie was besonderes ist. Ist es aber nicht. Das war einfach nur gekocht und geschmacklich irgendwo im Dunstkreis von Ente und Gans. Die Stücken waren auch nicht irgendwie schön gemacht, es sah schon sehr lieblos aus. Nachdem ich von den Anderen noch ein paar süßliche Reisnudeln gklaut habe ging es wieder raus auf die Straße, bei dieser Hundekälte.

Sonntag, 13. Januar 2008

47 Grad Runter

Seit ein paar Tagen bin ich wieder in Beijing. Den Temperatursturz von 36 Grad auf -11 Grad Celsius habe ich auch relativ gut verkraftet. Die ganzen Einträge haben jetzt schon Bilder bekomen und ein bisschen Text wird dazu auch noch in den nächsten Tagen ergänzt.
In der Stadt ist eigentlich alles beim alten, aber da nun die Bäume restlos kahl sind sieht vieles völlig anders aus. Ich habe den Eindruck, dass es nur noch neue Busse gibt, der Linienverkehr ist aber nicht übersichtlicher geworden.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Ab und davon

Heute ist der letzte volle Tag, den ich in diesem Jahr in Beijing verbringe. Ich hatte noch mit ein paar kleinen Vorbereitungen für meinen Urlaub zu tun. Morgen fliege ich nach Bangkok und werde dann erstmal eine Woche Laos durchqueren, bevor ich nach Thailand zurückkehre und im Süden die Küste und ein paar Inseln besuche. Und neues Visum besorgen! Das wird ein Spaß. Mit mir in den Süden kommt mein Rucksack und der ist schon gut gefüllt. Das bedeutet natürlich auch, dass ich in den folgenden Tagen den Blog nicht aktualisieren kann. Das ist natürlich nicht schön, aber es gibt Dinge, die sind noch unschöner. Dazu gehören u. a. mit rosaroten Stofffetzen behangene Hunde, dreckige Luft und trockene Kälte. Für alle, die sich auch im Sommer mal gerne einen Pulli überstreifen, ist momentan wahrscheinlich nicht unbedingt die Wohlfühtemperatur. Aber nicht, dass mir hier der Eindruck entsteht, Beijing sei dreckig und überall würden rosarot umwickelte Hundchen durch die Straßen gezerrt... Nein! Ich sage JA zu China. Es gibt zu unglaublich günstigen Preisen feines Essen, es gibt auch nette Leute, Verkehrsmittel kosten sehr wenig, es gibt hier viel Arbeit und und und... Genug Gründe um hier Anfang Januar wieder hinzukommen und natürlich auch dann von Allem ein bisschen was in den Blog zu setzen. Ich wünsche meinen 3 LeserInnen schöne Weihnachten und ein fröhliches neues Jahr.

Samstag, 15. Dezember 2007

What? Bar

Mit dem Taxi fahren ist schon manchmal lustig, heute zum Beispiel. Da will ich zum Osttor der verbotenen Stadt und wo fährt der mich hin? Westtor. Nachdem ich das dann noch mal gesagt habe... hat er es begriffen und wir sind so irgendwie quer durch und rum, es war auf jeden Fall sehr schön. Denn ich wollte in die What? Bar und wenn ich richtig zähle um zum mittlerweile dritten Mal Gaodiao anzusehen. Nachdem wir die im Oktober im D-22 gesehen hatten, fand ich die gut, wusste aber den Namen nicht. Dann im 2kolegas war es wiederum Zufall, dass die da waren, ich habe aber mal gefragt ob sie nicht einen Namen oder sogar eine Platte haben. Namen ja (Gaodiao), Platte nein, sie sind "ganz neu", werden aber "besser und besser". Heute bin ich also zum ersten Mal bewusst hingegangen (oder gefahren...) und ich muss sagen, dass die nun meine Lieblingsband hier in Beijing sind. Myspace Seite, all sowas gibt's noch nicht, nur die furchtbaren Bilder, die ich gemacht habe. Zuvor habe ich mich mit einem Schweden unterhalten, der bei Ericsson arbeitet und irgendwie nur ein Haus neben mir wohnt... Beijing ist eben doch ein Dorf. Der Typ war dann auch gleich der Schlagzeuger von The Gambler, die erste Gruppe, die sonst noch aus 2 Chinesen besteht. Die What? Bar ist an sich grandios. Genauso breit wie das Namensschild und etwa 7 Meter lang mit netter Tresenfrau und ausreichend Hockern und Tischen. Also genug Platz für die 10 (es waren wirklich 10) Leute. Es ist keine Frage, dass wirklich niemand gesessen hat. Von den 10 waren 6 in einer der beiden Bands. Es ist aber wirklich nicht so, dass die unprofessionell oder schlecht wären. Die spielen ordentlich, haben wirklich eine eigene Art und klingen nicht wie eine Kopie - und Gaodiao machen nach meinem Dafürhalten richtig feine Musik. Der Sänger singt durchweg in Chinesisch und aus vollem Hals. Der Schlagzeuger schlägt gewaltig zu und der blonde Bassist stand mit Bommelmütze irgendwie die ganze Zeit mit dem Rücken zu uns und hat nur ab und zu rübergegrinst. Klanglich ist das Ganze eine Art melodiöser Punk/Rock. Diesen Kontrast zwischen dem populären chinesischen 80'er Jahre Popgedudel oder Schlagergeschnulze und sowas machen nur minimale Minderheiten mit. Trotz dessen das der Ausländeranteil heute nur bei 20% lag. Ich persönlich finde diese Art Konzert wirklich Klasse, denn am Ende habe ich mich mit fast Allen unterhalten und wenn man dann geht wird sich nett verabschiedet, dass ginge bei 15,000 Leuten sehr schlecht. Da ich meine Leser auch noch an 4 Händen abzählen kann sage ich jetzt auch ganz persönlich: Gute Nacht.

Freitag, 14. Dezember 2007

Nicht jeder kann lesen

Mein Cardreader konnte bis vor 30 Minuten keine 2GB SD Karten lesen. Wie schön, das HP ein ordentliches Supportportal hat, wo man sowas findet. Ich dachte vorher schon ich hätte irgendwelche leeren Plastehüllen gekauft. Denn mein Vertrauen in die VerkäuferInnen hier ist nicht groß, nein es ist sehr gering. Ich denke immer und überall ich bekomme Mist. Und schon wächst sich das zu einem ordentlichen Verfolgungswahn aus und und und...

Das es hier auf der einen Überführung Windows XP für 5 RMB zu kaufen gibt ist toll, aber wer will das haben? Das kauft doch niemand, zumal bei der Kälte! Da will man doch nur am warmen Ofen sitzen und nicht am Computer. Oder irgendwo, wo man nicht den ganzen Dreck und Straßenstaub ins Gesicht geweht bekommt. Um es mal ganz klar zu sagen: Das Wetter ist momentan echt ganz weit unten angekommen. Ich wünsche Besserung.

Drittens mache ich jetzt Werbung. Ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickeln wird...