Donnerstag, 26. Juni 2008

Fußball in Senftenberg

Public Viewing im Konrad Zausel Mädchenzentrum. Bildausfälle beim ZDF (unschuldig) und für die letzten paar Minuten fällt der linke Beamer aus und hunderte brüllende und klopfende Studenten sehen nur halbseitig, wie P. Lahm (hier ein Archivbild) zum Schluss noch ein Tor schießt. Der Sieg der Spanier macht sie damit auch zum Finalgegner der deutschen Mannschaft. Woof Woof!

Dienstag, 26. Februar 2008

Übermorgen

Die Tatsache, dass heute Dienstag ist macht deutlich - der Donnerstag steht in einigen Stunden vor der Tür und ich werde ihn hereinlassen. Am Donnerstag ist hier Schluss und ich verlasse China. Ab durch die Mitte sozusagen. Was passiert dann also mit dem Blog? Nichts? Etwas über Senftenberg? Die verantwortlichen Gremien sind etwas übernächtigt und werden demnächst zu diesem Thema tagen.
Bis dahin erstmal einen herzlichen Dank an alle LeserInnen - Ich weiß wer ihr seid! Ich weiß wo ihr wohnt!P.S.: Noch ein paar populäre Schlagworte für google: Bier, Beer, Yanjing Beer, Olympic Games 2008, Beijing, Peking, Sponsor, Lastkraftwagen und Achsbruch.

Sonntag, 24. Februar 2008

Knirsch

Nach ein paar Tagen ohne Aktualisierung nun das: Nur ein paar Worte, ich habe so wenig Zeit, aber Bilder gibt's trotzdem. Gestern im Beihei Park und Jingshan Park gewesen. Sehr schön, aber die Tempel und Parks sind schon alle nicht ganz unähnlich. Rot angestrichene Spitzdachhütten ...
Danach habe ich im fmusic Laden zugeschlagen. Wenn ich nochmal dahin gehe wird mein Gepäck zu schwer. Ich brauche unbedingt eine Waage damit ich nicht nur eine vage Vorstellung vom Gewicht meiner Tasche habe und man mich dann am Flughafenschalter behumst.

Vorgestern: Arme Tierchen gegessen. Sieht interessanter aus, als es ist. Es knirscht und hat nicht viel Geschmack.
Zum Schluss noch zwei Bilder aus dem Beihei Park. Der Park ist sehr berühmt :-). Der Jingshan Park ist relativ klein und eher was für die Beijinger. Auch dieser Park ist echt berühmt :-). Es wird hier aber eher Karten gespielt, gesungen und gesportet - der Eintritt ist auch sehr günstig. Gerade mal zwei Yuan. Vor zwei Monaten war übrigens Weihnachten und von dem Berg aus sieht man den e-Tower und auch den CCTV Tower. Und ich scheue mich nicht zu sagen: Dies sind zwei der berühmtesten Hochhäuser in Beijing. Schönen Tag!

Donnerstag, 21. Februar 2008

Überschrift

Heute ist der letzte Tag an dem hier legal herumgeballert werden kann, denn die zwei Wochen Frühlingsfest enden in diesem Jahr heute am 21. Februar. In noch einer Woche endet hier noch was ganz anderes... In diesem Sinne heute nur diese kurze Nachricht und ein Video, dass mit nichts hier etwas zu tun hat...

Dienstag, 19. Februar 2008

Weg (voll gemauert)

Mein Arbeitsweg ist unglaublich interessant, deshalb thematisiere ich den jetzt. Den roten kürzeren Weg gehe ich fast jeden Morgen. Die große Querstraße ist der 3. Ring, diese Durchquere ich mittels der Unterführung, ich hatte die hier im letzten Jahr schonmal kurz abgebildet. Danach laufe ich eine kleine Straße und durch zwei Firmengelände hindurch zu der kleinen Straße, auf der das Büro ist. Die Firmengelände sind daran Schuld, dass ich am Abend den grünen längeren Weg nehme, da dann die Tore verrammelt sind. Der große blaue Punkt ist der chinesische JKL (Jingkelong) Supermarkt, der blaue ist ein kleiner Laden und das grüne ist die Post.
Warum laufe ich am Abend so komisch hin und her und nicht direkt an den Häusern vorbei? Geht nicht, alles vollgemauert - wird irgendwo ein neues Haus gebaut - das erste was steht ist die Mauer ringsherum und die Baracke für die Bauarbeiter. Die große Straße die so quer nach recht oben durchs Bild geht ist der Airport Expressway... Gute Nacht.

Sonntag, 17. Februar 2008

Laufen zu Tempel

Heute habe ich mir noch einmal die volle Ladung Beijing gegönnt und bin direkt von meinem Bett zum Himmelstempel durch die Stadt gelaufen. Zu Fuß. Alles. Den ganzen Tag. Das heißt in Entfernung ausgedrückt einmal quer durch die Stadt vom nordöstlichen 3. Ring zum südlichen 2. Ring.
Auf dem Weg ist klar geworden: Beijing ist sehr groß und China ist immer noch im Halbschlaf. Überall lagen heute Leute rum und haben ein Nickerchen gemacht: Auf dem Fahrrad, auf Wiesen, Reissäcken und Bänken. Die Sonne war warm und alle hatten sicherlich eine feine revitalisierende Zeit. Die andere Variante ist, dass China seine Leute fertig macht. Kann ich mir aber nicht vorstellen.
Auf dem Weg sind mir dann sogar tibetische (oder tibetanische?) Mönche entgegen gekommen. Rote Kleidung und ein rotes Ampelmännchen. Ein sehr gutes Bild.

Den Himmelstempel habe ich dann gegen 15 Uhr erreicht und viele Chinesen gehen da so am Wochenende hin um Karten zu spielen, zu singen oder wie ich einfach nur ein bisschen herumzulaufen. Es gibt viele Nadelbäume, aber wenn im Frühjahr die Laubbäume auch noch Blätter bekommen ist es sicher noch schöner, da im Gegensatz zu anderen Anlagen, der Tiantan Park wirklich aussieht wie ein Park. Mittendrin ist dann der Tempel, wo um eine ertragreiche Ernte gebeten wird, verschiedene Runde Bauten... sehr schön.
Zurück bin ich auch wieder gelaufen, es ist dann langsam dunkel geworden, Bilder habe ich auch da gemacht, aber die passen hier jetzt nicht mehr hin... Schade! Total Schade! Das sind noch ganz Klasse Aufnahmen! Als Entschädigung noch ein ganz, ganz großes:

Samstag, 16. Februar 2008

Von Enten, Waagen und Rückkopplungen

Am Vormittag war 798 ansehen angesagt und mit einer warmen Sojamilch im Magen entdecke ich im 4. Geschoss eine Waage Made in Germany, Marke: Rapido, Radebeul 1 - Klasse. Das Ganze hier neigt sich ja bedeutsam dem Ende entgegen, in etwa so wie ein Geiger, wenn er geigt.

Aber mal davon abgesehen ging es als Nächstes weiter in die Innenstadt mit Bus und U-Bahn, etwas wirr, aber machbar. Der Platz des himmlischen Friedens und die ganzen Häuser ringsherum darunter auch die neue Oper waren das Ziel. Zu sehen gab es aber auch frische Pekingenten und einen ramponierten Holzturm. Wer bei dem Anblick keinen Hunger bekommt ist entweder Vegetarier oder noch viel zu verweichlicht, denn bei Null Grad ist es dort wohl sauberer als in einem jahrzehntelang zugeeuften Kühlschrank und man sieht was man bekommt. WYSIWYG! Zu Fuß durch ein paar Hutongs ist eine der besten Sachen, die man in Beijing machen kann, das ist noch das Meiste echt. Im Gegensatz zum Rest von Beijing, das 798 mal ausgenommen ist es dort auch immer ruhig und leise. Zum Schluss noch ein kleiner Abstecher auf die Wangfujing, die von Olympiawerbung nur so gesäumt ist, wie von riesigen Malls.

Am Abend war ich dann noch schnell ins D-22 und da habe ich eine fünfunvierzigminütige ziemlich ausgefranste Rückkopplung angeguckt. Gemacht hat das Lu Xin Pei, die da jemand hingestellt hat. Ihr Schaffen hat nebenbei noch bewirkt, dass es sogar noch etwas leerer wurde und sich die Hälfte der Zuschauer mit Fingern in Ohren bohrten. Aber wer den Krach in Beijings Straßen seit Jahren aushält müsste sich bei solchen Geräuschen doch erst richtig wohl fühlen? Wie gesehen wohl doch nicht.
The Gar war die zweite Band und die hatten bereits mehrere Namen: Gadiao, Gaodiao, Gar, The2Gar, The Gar - also richtig ist wohl Gar. Wie auch immer, es war sehr schön und das wohl fast allerletzte Mal, dass ich mir sowas hier angesehen habe - vielleicht... vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall hat sich meine Meinung gefestigt, das Gar die momentan beste Beijinger Gruppe sind, vom Spektrum, Einzigartigkeit, Melodie und auch davon, wie die sich benehmen. Und ich habe sie Alle gesehen! Alle! Harharhar! Bei den Meisten habe ich den Eindruck, dass sie ein Lied haben und das dann 10 Mal spielen, das Lied ist zwar ganz okay, aber so richtig toll ist es nicht... oder sie klingen wie eine Kopie von - Ramones, Interpol, Sonic Youth und und und.
Zum Schluss heute noch ein obligatorisches Bild, dass bisher hier in den Blog seinen Weg noch nicht gefunden hat.

Donnerstag, 14. Februar 2008

Sohl-Bruch-Stelle

Ich wollte die Schuhe sowieso wegwerfen, jetzt wo die Sohle völlig kaputt ist, werde ich sie in hohem Bogen weghauen.

Wenn das nicht passiert wäre wüsste ich gar nicht richtig, was ich überhaupt schreiben sollte... Nach und nach fangen die Chinesen nun nach dem Frühlingsfest wieder an zu arbeiten und auch die Sprengung von Krachern nimmt ab. Die letzten Tage hatte das kein Ende gefunden.

Heute Mittag habe ich noch dieses Bild von zwei Köchen aufgenommen. Sie kommen direkt von unserer wilden Müllhalde, wo sie ihren Eimer entleert haben. Essen auf Rädern ist zwar etwas anderes, aber wenn der Eimer noch voll wäre... ich will wirklich wissen zu welchem Restaurant sie gehören, damit ich dort niemals hingehe. In dem Sinne: Guten Abend und Guten Appetit.

Montag, 11. Februar 2008

Kleinwagen

Die aufrüttelnden Kreativanfälle der chinesischen Automobilindustrie zeigen sich immer wieder in unsinnigen Wägelchen. Bereits im letzten Jahr (als die Bäume noch grün waren) habe ich Bilder von einem faszinierend innovativen Kleinwagen gemacht. Der heißt Clever und hat ein extrem smartes Konzept. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass sich so ein Auto mit nur 2 Sitzen auf dem europäischen Markt auch nur annähernd durchsetzen würde, das ist viel zu unpraktisch!

Außerdem will ich noch eine Zahl, nein einen Prozentsatz loswerden: 20% aller Autos in Beijing sind Taxen. So! Fertig!